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Audi Experience Days 2012: 36 Stunden Kundenbegeisterung

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Audi ist in Experimentierlaune. Im Rahmen des Händlermeetings 2012 in Kopenhagen, hat Audi zum ersten Mal die "Audi Experience Days" ins Leben gerufen. Mit einem klaren Ziel: Bei Audi-Kunden,  Audi-Fans und Audi-Freunden das Feuer für die Marke weiter anzufachen. Ob der Brandsatz gezündet hat oder die Flamme nur noch schwelt, erfahrt ihr natürlich hier ... denn QARSI war als Feuer-Beobachter mit vor Ort in Kopenhagen.

Tag 1 - Die Anreise

Projekt "Audi-Begeisterung" begann für mich mit Ernüchterung in Form eines Weckerklingelns um 03:45. Zum Glück verflog der Aufsteh-Blues recht schnell und ich konnte meinen Weg Richtung Kopenhagen antreten. Allerdings mit ein paar Zwischenstationen in Hannover, Uelzen und Hamburg. Gegen 10 Uhr schwebte die SAS-Maschine aus Hamburg dann in der dänischen Hauptstadt ein und ich wurde von der Audi-Organisations-Maschinerie in Empfang genommen. Vom Flughafen ging es dann im Bus zusammen mit vielen aufgeregten Audi-Kunden Richtung Ziel Eins - der Audi Welcome Lounge in der Nähe des Airports.



A3 1.8 TFSI in so etwas wie "Babyblau" - gewöhnungsbedürftig, aber ein Hingucker...


Tag 1 - Die Welcome Lounge

Irgendwo am Rande des Rollfelds hatte Audi die Zelte aufgeschlagen. Obwohl Zelte hier ein grobe Untertreibung ist. Die Lounge war mehr eine im typsichen Audi-Stil gestaltete Empfangshalle, in der neben noch mehr aufgeregten Audi-Kunden auch zwei neue A3-Ausstellungsfahrzeuge warteten. Nach dem obligatorischen Check-In und den noch viel obligatorischereren Häppchen ging es dann zum ersten "Scenic-Drive" - den neben den zwei Ausstellungs-A3 warteten vor der Halle eine wahre A3-Flotte in Form von 60 A3 2.0 TDI und 65 A3 1.8 TFSI auf die ungeduldige Meute. Zusammen mit meinem Blogger-Kollegen Mike von Trendlupe hab ich mich in einen silbernen A3 TDI geschwungen. Unser erstes Ziel, nachdem wir gerade erst einmal dänischen Boden betreten hatten, hieß Schweden - genauer gesagt Sturup. Ein kleines Nest in der Nähe von Malmö mit einer kleinen aber feinen Rennstrecke, die zur "S-Arena" umfunktioniert wurde. Ein vielversprechender Name, der ohne Entäuschung eingelöst wurde.


Die schönste Form von Massenmobilität - die A3 Flotte

Tag 1- Scenic Drive

Der Weg ist das Ziel - ein sehr beanspruchte Metapher, die aber auf den ersten "Scenic Drive" voll und ganz zutraf. Denn logischerwieise führte der Weg nach Schweden über die Öresundbrücke, die Dänemark und Schweden seit über zehn Jahre miteinander verbindet. Was soll ich sagen? Eine wirklich beeindruckedne Etappe quer über die Ostsee...


Mit dem A3 über die Öresundbrücke.

Tag 1 - Audi S-Arena

Kaum an der S-Arena angekommen, hieß es wieder "Häppchen". Und auch hier warteten zwei besondere Leckerbissen auf die Audi-hungrigen Gäste: ein SQ5 TDI und ein RS4 Avant. Beide in Misanorot und beide nur zum Reinsetzen und Anschauen - fahren war leider nicht drin. Dafür wartete auf dem kurzem Rundkurs der Rennstrecke eine standesgemäße Wiedergutmachung in Form von mehreren S6, S7 und S8 - nicht nur zum gucken, sondern zum fahren. Spätestens zu diesem Zeitpunkt erhöhte sich mein Blutdruck und ich habe mich gefragt, ob ich meine Haftpflicht-Police auch rechtzeitig bezahlt habe? Schließlich stand für mich eine doppelte Premiere bevor. Zum ersten Mal eine Fahrt in einer Sportlimouse jenseits der 400PS Marke. Und zum ersten Mal eine Fahrt über eine Rennstrecke. Und dann auch noch beides in Kombination. Aber zur Beruhigung: die Autos und ich haben die Testfahrt ohne bleibende Schäden überstanden. Einen etwas detaillierten Bericht über den ersten Kontakt mit den drei gewaltigen S-Brüdern reiche ich die Tage nach ;-) Nach der Kurvenhatz mit S6, S7 und S8 stand auch noch ein Handlingkurs mit dem neuen A3 auf dem Programm. Und ich trau es kaum zu sagen, aber die Pylonenjagd mit dem Kompakten hat fast noch mehr Spaß gemacht als die Leistungsschau mit den großen S-Modellen.

Audi SQ5 TDI und RS4 Avant - leider nur anfassen und nicht anlassen...Schade.


Drei Runden Rennstrecke mit drei großen "S" ... leider viel zu schnell.


Tag 1 - Scenic Drive reloaded

Nach weiteren Häppchen und einem sich beruhigenden Adrenalin-Spiegel ging es wieder zruück über die Öresundbrücke Richtung Kopenhagen - dieses Mal mit einem A3 1.8 TFSI inklusive S-tronic und ACC. Ein tolle, und nach einer Stunde auf eine Rennstrecke, eine wirklich entspannende Kombination.

Mit dem etwas anderem Amphibienfahrzeug über die Ostsee...


Tag 1 - "Check In" im Hotel

Audi die alten Angeber. Nach dem Flug nach Kopenhagen und einigen Runden auf einer Rennstrecke jetzt auch noch der Check In in einem wirklich atemberaubenden Hotel. Unsere Herberge hört auf den Namen "Bella Sky" und sieht aus wie ein Objekt aus dem Star Trek Universum. Einen Warp-Antrieb hatte das Hotel allerdings nicht. Dafür eine nette Ausicht über Kopenhagen.


The Hotel has landed - die Herberge für die "Audi Experience Days"-Teilnehmer

Tag 1 - Abendveranstaltung im Audi Pier

Wieder im A3. Und weiter zum nächsten Programm-Punkt - der Abendveranstaltung im sogenannte Audi-Pier, einer Event-Location mitten im Zentrum von Kopenhagen, die eigens für das Händler Meeting aus dem Boden gestampf wurde und nach dem Event wieder komplett zurückgebaut wird. Ach ja, und natürlich wieder Häppchen. Das Dinner im Audi Pier war wie alles an den zwei Tagen beeindruckend. Allerdings gab es eine kleine große Enttäuschung - besonders für mein Blogger-Herz. Im Vorfeld des Events ging das Gerücht um, dass die Teilnehmer der Audi Driving Experience einen Blick auf die komplette A3-Modellfamilie werfen dürfen - inklusive Limousine, Sportback und Cabrio. Leider war der einzige Vertreter der Kompakt-Sippe der bekannte A3-Dreitürer, der während einer Tanz/Elektro/Video-Performance immer wieder einsam über die Bühne fahren durfte. Aber wer aufmerksam die Choreographie der Show verfolgt hat, dem wird aufgefallen sein, dass die Dramaturgie perfekt auf die verschiedenen A3-Modelle zugeschnitten war. Somit blieb der Blick auf das neue A3-Lineup für die Teilnehmer der Audi Experience Days verwährt. Angesichts der vielen anwesenden Kameras und Foto-Handys leider ein nachvollziehbarer Schritt ;-)


Keine neue A3-Familie - bis auf eine sehenswerte Bühnenshow, gab es in Sachen "geheime Modellvorstellung" leider nichts zu sehen.


Tag 2 - City Experience

Nach einer etwas längeren Nacht im Audi Pier und einer dafür etwas kürzeren im Hotel, stand am zweiten Tag Sightseeing in Kopenhagen auf dem Programm. Allerdings mit etwas unerwarteten Verkehrsmitteln für ein Audi-Event: Fahrrädern! Mit einer Flotte von e-bikes (leider nicht das Audi-Modell, das ja leider nicht über den Studien-Status hinweggekommen ist) ging es quer durch die City zum dänischen Parlament, wo Audi mit der sogenannte "Sphere" die Blicke und Aufmerksamkeit der Hauptstädter anzog. Die "Sphere" besteht aus drei riesigen grauen Kugeln, die jeweils einen der drei neuen Audi-Markenkerne "ultra", "connect" und "e-tron" beinhalteten. Neben je einem Ausstellungsstück waren die Kugeln nur mit jeder Menge warmer Luft gefüllt - nicht etwa eine konzeptionelle Schwäche sondern eine konstruktive Stärke. Denn die Kugeln, mit ihrer flexiblen Außenhaut, verdanken ihre Stabiltiät einen permanenten Überdruck im Inneren. Eine echt beeindruckende Leichtbau-Technik, die hoffentlich nie Einzug in das Audi-Modellprogramm halten wird. Nach einem kurzen Ausflug durch die drei Kugeln ging es wieder zurück zum Audi Pier - allerdings nicht mit den überraschend bequemen und dynamischen e-bikes, sondern mit stinknormalen Drahteseln, die den Rückweg über das Kopenhagener Kopfsteinflaster zum ernüchternsten Fahreindruck des Wochenendes werden ließen. Wer bis hier hin gelesen hat, möchte ich jetzt nicht auch noch mit Eindrücken von der Bootstour durch den Kopenhagener Hafen quälen ;). Interessanter ist da schon die kleine Stadttour im neuen A6 hybrid - aber auch zum Elektro-Business-Jet später mehr ...


Das enttäuschendste Fahrerlebnis des Wochenendes - das Raleigh City Bike. Besonders in Verbindung mit Kopfsteinpflaster nicht zu empfehlen.


Tag 2 - Die Rückreise

Ein Audi Event scheint anscheinend nicht einfach so zu Ende gehen zu können, denn der krönendne Abschluss der "Audi Experience Days" bildete ein Dinner im "Königlichen Theater" von Kopenhagen. Ein ziemlich imposanter Bau gleich neben dem Audi Pier. Und natürlich auch wieder ein ziemlich imposantes Erlebnis.

Der Schwerpunkt der Experience Days lag klar auf "essen" statt "fahren".

 

 

Das Fazit

Zeit für ein Fazit nach 36 Stunden "Audi Experience Days". Natürlich hatte ich mir vorgenommen, als Blogger einen unabhängigen und kritischen Blick auf das Event zu werfen. Ein Anspruch, der nicht immer leicht in die Realität umzusetzen ist. Was nicht zuletzt auch an der wirklich perfekten Orangisation und der Masse an krassen Eindrücken liegt, die an diesem Wochenende auf mich eingeprasselt sind. Ich kann nur sagen, dass ich permanet von der logistischen und organisatorischen Qualität des Events fasziniert war und immer noch bin. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, mit welchem finanziellen und personellem Aufwand ein Großkonzern wie Audi derartige Events durchzieht. Natürlich war der Aufwand in erster Linie für das jährliche und mehrwöchige Händlermeeting gedacht und die "Audi Experience Days" waren praktisch nur ein Add-on, eine Art Experiment in Sachen "Customer Relation Management". Nichts desto trotz habe ich mir permanet die Frage gestellt "Was kostet der ganze Spaß hier eigentlich?". Ein Frage, auf die ich zum Glück keine Antwort bekommen habe. Wahrscheinlich weil ich sonst wüsste, warum eine Sitzheizung bei Audi immer noch Aufpreis kostet ;-)

Als Audi-Fan kann ich nur sagen, dass ich gerne auf das ein oder Häppchen und das beeindruckende Drumherum verzichtet hätte und lieber noch die ein oder andere Runde in einem der Fahrzeuge gedreht hätte - denn die Netto-Fahrzeit war doch für mein Empfinden viel zu gering. Aber es ging Audi ja auch nicht darum Blogger zufrieden zu stellen, sondern die Kunden für die Marke zu begeistern. Ein Ziel, das die Ingolstädter auf jeden Fall erreicht haben. Denn ich habe während und nach dem Wochende keine Kunden erlebt, der von dem Gebotenen nicht fasziniert war. Fragt sich nur ob Audi das Event im nächsten Jahr wiederholt? Und ob dann noch mehr Kunden das Vergnügen haben werden? Schließlich sind im Endeffekt sie es, die die Party bezahlen...

Anmerkung: Ich wurde von Audi zu den "Audi Experience Days" eingeladen. Der Flug, die Hotelübernachtung sowie die Aktivitäten vor Ort wurden von Audi bezahlt. Ich bin lediglich für die Hin- und Rückreise zum Flughafen aufgekommen.

 

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