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Home Motoren & Technik Alleskönner und Unterhaltungskünstler – Audi, BMW und Mercedes im Blogger-Infotainment-Vergleich 2012

Alleskönner und Unterhaltungskünstler – Audi, BMW und Mercedes im Blogger-Infotainment-Vergleich 2012

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Wer sich heute für ein Fahrzeug aus der deutschen Oberklasse entscheidet, bekommt für viel Geld viel Leistung. Und vor allem viele technische Spielereien, die das Fahrerlebnis einfacher und entspannter machen sollen. Um diesen geweckten Bedürfnissen mal auf den praktischen Grund zu gehen, haben einige Blogger eine feine Auswahl an Vertretern der deutschen Premiumhersteller aufeinander losgelassen. Ziel? Sehen, was die Hersteller in Sachen Infotainment- und Assistenzsystemen zu bieten haben.

Bevor wir uns den einzelnen Kandidaten widmen, schauen wir mal, wer für die großen Drei in den Ring gestiegen ist. Für die Münchener Autobauer war BMW-Blogger Benny von Bimmertoday mit einem 750d xDrive am Start. Der Vertreter des Stuttgarter Sternensystems war Blogger-Urgestein Robert Basic mit einem CLS 350CDI. Und für die Ringträger aus Ingolstadt stieg unsereins samt eines A6 Avant 3.0BiTDI in die Testarena. Wie bitte? Eine Luxuslimousine, eine Edel-Coupe und ein Oberklasse-Kombi passen nicht zusammen? Doch das tun sie. Neben der Gemeinsamkeit, dass unter allen Hauben drei Liter große Selbstzünder für Leistung und Vortrieb sorgen, treten auch alle drei mit einem vollgepackten Bündel an Infotainmet- und Assistenzsystemen an, die in der deutschen Premiumklasse zur Zeit die Standards setzen.

Also, Zeit für den Kampf der Bedienkulturen. Und weil wir gut erzogen sind, lassen wir dem ältesten Hersteller den Vortritt:

Mercedes CLS 350CDI

Bevor ich mich in die Tiefen der Infotainmentebenen des Sternenkreuzers stürze, darf natürlich ein Eindruck vom Fahrzeug nicht fehlen. Der CLS rollt ja bereits in der zweiten Generation vom Werksgelände. Und mal ehrlich, ich war damals im Jahr 2004 regelrecht verliebt in den ersten CLS. Ein wirklich elegantes, neues und mutiges Fahrzeugkonzept, das eine Renaissance der viertürigen Coupes eingeläutet hat. Leider hat es von dieser schlichten und selbstbewussten Eleganz nicht mehr viel in die 2.0-Version des CLS geschafft. Das Design des Neuen wirkt irgendwie nervös und unsicher. Zu viele Sicken und ein runter hängende Nase lassen den aktuellen CLS irgendwie beliebiger wirken. Aber der Silberpfeil hat sich ja nicht zur Desingkritik eingefunden. Also rein in die gute Stube und schauen, was das Comand-System so drauf hat.

Innen spannt der CLS den Bogen zwischen gediegener Mercedes-Gemütlichkeit und kühler Moderne. Auf der Mittelkonsole thront eine große Hutze, die den Bildschirm des Comand-Displays beherbergt – übrigens der kleinste Screen im Test. Und genau diese fehlende Größe merkt man auch. Die Inhalte und Menüs des Systems wirken schon fast etwas gedrungen. Gesteuert werden die Funktionen über einen Dreh/Drück/Kipp-Schalter auf dem Mitteltunnel, der lediglich von einer „Back“- und einer „Erase“-Taste flankiert wird. Die übrigen Tasten und Knöpfe zur Steuerung des Comand-Systems sitzen traditionellerweise in der Mittelkonsole. Sogar ein numerischer Nummernblock hat im Inneren des CLS überlebt. Fast schon ein Relikt, das etwas an alte Nokia-Handys erinnert. Etwas angegraut wirkt auch das Design des User-Interface. Hier wechseln sich antiquierte Radioskalen, lieblos gestaltete Untermenüs und nicht gerade scharf gerenderte Navi-Grafiken ab. Abgesehen von diesen gestalterischen Lieblosigkeiten verrichtet das Infotainmentsystem aber brav - wenn auch etwas langsam - seinen Dienst. Auch die bei Mercedes „Linguatronic“ genannte Spracheingabe bringt dem Fahrer Verständnis entgegen und speichert die Testadresse ordentlich im Navi ab. Etwas weniger Verständnis von Seiten der beteiligten Blogger gab es für die redundant ausgelegte Uhr des CLS. Denn wenn man möchte, kann man die in der Mittekonsole eingebaute Analoguhr auch als digitales Pendant auf dem Comand-Screen einblenden. Was das für einen Sinn macht oder ob es sich hier um einen kleinen Entwicklerspaß aus Sindelfingen handelt, kann ich leider nicht beantworten. Die Kontrolle über Assistenzsysteme und Bordcomputer kann man übrigens auch über ein rundes Mitteldisplay im Tacho des Mercedes ablesen und via MuFu-Lenkrad steuern. Leider beweist der Stuttgarter auch hier kein Größe und quetscht allerlei Infos in das kleine runde und in beigen-Farbstufen gehaltene Infodisplay.

Schick. Aber nicht wirklich schön. Der Mercedes-Benz CLS 350CDI


Eiche rustikal trifft auf Postmoderne: das Interieur des CLS inklusive Comand-System


Als einziger der drei trennt Mercedes Menütasten und Controller räumlich voneinander - eine sehr unpraktische Tradition


Antik Radio im Benz - noch eines der schöneren UI-Designs.


Der Dreh/Drück/Kipp-Schalter des Comand-Systems.


BMW 750d xDrive

Kommen wir zum Münchener. Aber auch hier gibt es einen kurzen Gesamteindruck zum Fahrzeug – als Petrolhead kann man eben nicht anders. Der geliftete 7er steht deutlich frischer und dynamischer dar als die ungestraffte Vorversion. Allerdings muss sich der große BMW die Kritik gefallen lassen, die auch Audi in letzter Zeit einstecken muss: durch die Modellpflege rückt der 7er optisch näher an den 5er und der Wiedererkennungswert der großen Limousine sinkt. Dafür sehen die neuen LED-Augen des Müncheners wirklich ziemlich gut aus. Aber es kommt hier ja auf die Inneren Werte an. Also einsteigen bitte.

Im Cockpit hat BMW zum Glück Abschied genommen vom unansehnlichen Bangle´schen „Schrankwand-und-XXL-Hutzen-Design“. Alles wirkt jetzt viel gradliniger und cleaner – allerdings kommt der 7er in Sachen Materialanmutung und Detailverliebtheit hier noch nicht an Audi heran. Dafür setzt er Maßstäbe in Sachen Monitor-Größe. Das Display des iDrive-Systems als Mäusekino abzustempeln wäre schon fast eine Beleidigung – es ist eher ein Mäuse-IMAX das sich quer im gestreckten Format über die Mittelkonsole ausbreitet. Die Größe nutzt BMW für diverse Splitscreen-Modi und die Darstellung der Menüstrukturen, die den Platz auch brauchen. Denn mit ein paar Klicks, Drehern und Drückern des iDrive-Controllers findet man sich sehr schnell in tief verzweigten Untermenüs wieder. Ansonsnte verrichtet der mit mehreren Schnellwahltasten umgebene iDrive-Knopf sein Dienst aber sehr zuverlässig. Und nach einiger Zeit geht die Bedienung bestimmt intuitiv von der Hand. Aber der 7er überrascht mit einem weiteren Display. Seit dem Facelift setzt der große Münchener auf ein voll digitales Armaturenbrett. Nur zwei Chromringe schlagen noch die Brücke in die gute alte Welt und umrahmen die eingeblendeten Tacho- und Drehzahlnadeln. Die technische Spielerei bietet viel digitalen Raum für allerlei Infos, wirkt aber wie ein Feature aus der Playstation. Natürlich lassen sich auch im BMW einige Fahrzeugfunktionen über das Lenkrad steuern. Hier vergeudet der 7er allerdings wertvollen Platz, weil die Steuerung des Tempomaten im Lenkrad sitzt.

Als einziger der drei Testwagen war der 7er mit einer vollen Online-Integration ausgestattet, wodurch er wirklich punkten konnte. Über die Online-Schnittstelle kann der BMW auf das WWW zugreifen, was allerdings eine recht mühsame und eher langsame Surf-Experience ist. Dafür überzeugt das BMW Assist genannte System, das via Mobilfunkverbindung jederzeit Kontakt zu einem Call-Center herstellen kann. Wer also unterwegs nach einem pakistanischen Restauruant sucht, kann einfach im München durchklingeln und sich eines empfehlen lassen. Und die Navi-Daten werden auf Wunsch direkt ins System übertragen. Eine wirklich eindrucksvolle Spielerei, die weder der Audi noch der Mercedes bieten konnten – aber bald werden, denn beide Hersteller arbeiten an ähnlichen Systemen. Ach ja, die Sprachsteuerung des 7er ist sehr verständnisvoll und speist die gesprochenen Infos am schnellsten und zuverlässigsten ins System ein. 

Nach dem Facelift etwas mehr 5er - der BMW 7er.


Gradlinig, aufgeräumt - viel besser als der Vorgänger: die gute Stube des 7er - mit Großraumdisplay.


Fehlt nur noch der rote Samtvorhang. Das Display des BMW zeigt echte Größe.


Alles digital. Aber auch alles besser? Das etwas verspielte Digitaldisplay des 7er.


Totwinkelassistent, Spurhalteassistent, Head-Up-Display usw. ... alle drei Tester kommen mit einer Armada an technischen Helfern daher.


Audi A6 Avant 3.0BiTDI 

Der dritte im Bunde: der Audi. Hier fällt Objektivität zunehmend schwerer, denn der große Luxuslaster hat bei mir wirklich einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Sowohl optisch als auch technisch. Aber bevor ich hier Schwärmereien über den großen TDI-Kombi verfalle, konzentrieren wir uns jetzt besser auf das Innenleben.

Anders als die beiden Kontrahenten kommt der A6 mit einem ausfahrbaren Display. Ein nettes Design-Gimmick, das man mögen kann aber nicht mögen muss. Kontrolliert werden die Inhalte des dynamischen Flatscreens über die aktuellste Version des MMI-Layouts, das aus meiner Sicht den besten Kompromiss zwischen den getesteten Systemen darstellt. Aporpos darstellen – auch bei der Präsentation der MMI-Inhalte geht der Audi in Führung. Sämtliche Screens sind detailliert gestaltet ohne dabei überladen zu wirken – ein wirklicher Vorsprung, besonders im Vergleich zum CLS. Nur bei der Displaygröße muss sich der A6 dem 7er geschlagen geben. Hier hat der BMW einfach ein paar Zoll mehr zu bieten. Wer will, kann das MMI auch über das neue Touchpad mit Eingaben füttern. Die Fingergesten werden relativ zuverlässig vom System erkannt. Leider muss man nach jedem Buchstaben die Bestätigung durch das System abwarten, trotzdem ein schnellerer Weg als jede einzelne Letter über den MMI-Controller anzuwählen. Alternativ steht auch im Audi einen Spracheingabe zur Verfügung, die allerdings im Test durch Unverständnis überrascht hat. Die Testadresse in Mönchengladbach wollte das System einfach nicht verstehen – hier ist der Audi leider durchgefallen. Zwar hat das System in anderen Fällen genauer hingehört, aber man sollte doch ein wenig mehr Zuverlässigkeit erwarten.

Auch der A6 bietet neben dem großen Infotainmentsystem in der Mittelkonsole eine weiter Bedienebenen, die sich aus dem großen Infodisplay zwischen den Armaturen und den Lenkradtasten zusammensetzt. Auch hier spielt Audi den Streber und hat ein wirklich tolles System implementiert. Über vier Menüebenen lassen sich durch wenige Klicks Media, Navi, Telefon und Fahrzeugfunktionen steuern. So gut, dass man den MMI-Screen ruhig einfahren kann. Es sei denn man sucht eine Parklücke und nutzt die eingebauten Umgebungskameras, die ein echt großartiges Bild von der Umgebung liefern. Man hat fast den Eindruck ein Drohne würde permanent über dem A6 schweben und Echtzeitbilder ins Innere funken – wirklich großartig.

Unauffällig beeindruckend: der Luxuslaster A6 Avant 3.0 BiTDI


Die kühl coole Kommandokapsel des A6 - einfach schön.


Muss man nicht mögen - das vollversenkbare Display des MMI


Der Audi überzeugt mit dem besten User-Interface und einer intuitiven Bedienung.


Die ganz große Geste: per Touchpad lassen sich Adressen ins System eingeben.


Das Fazit

Was soll man sagen. Wirklich schlecht hat sich keiner der Drei geschlagen. Alle bieten (auf Wunsch) das volle Programm an Assistenzsystemen und Infotainment-Angeboten – vorausgesetzt, man ist bereit die teilweise sehr happigen Aufpreise zu zahlen. Aber die Drei gehen auch unterschiedliche Wege. Der Mercedes hat mich persönlich durch das lieblose User Interface enttäuscht. Der BMW hat mich hingegen überrascht. Besonders die Online-Integration von verschiedenen Services ist wirklich ein tolles Feature. Der Audi schlägt die Brücke zwischen Beiden – mit einem wirklich perfekt zu bedienenden System, das nicht ganz so tief geht wie das des BMW, dafür aber deutlich hochwertiger gestaltet ist, als das Comand des CLS und sich einfach bedienen lässt. Hätte die Sprachsteuerung des A6 nicht rumgezickt, dürfte sich der A6 den ersten Platz mit dem BMW teilen. So rutscht er allerdings auf Platz Zwei. Allerdings dürfte er da nicht lange bleiben, schließlich bringt Audi mit „connect“ ein ähnliches System wie BMW, das viele Online-Funktionen ins Auto bringen wird. Spätestens dann dürfte es für die Münchener wieder enger werden. Und der CLS muss auf Platz drei nachsitzen und besser werden.


PS: Wie die Eindrücke der Kollegen waren, erfahrt ihr natürlich bei ihnen. Also auf Bimmertoday.de und auf Buzzriders.com. Viel Spaß!


PPS: Vielen Dank an Andi für die großartigen Bilder. Die gesamte Foto-Bibilothek mit allen Aufnahmen findet Ihr auf Andis Fotostream auf Flickr.

 
Kommentare (19)
Erlkönig RS6
19 Freitag, den 02. November 2012 um 09:10 Uhr
RS4
Habe ich im Netz gefunden!!

http://www.youtube.com/watch?v=mbOPo37tsIc&feature=related
off topic quattro rs3 driver
18 Samstag, den 20. Oktober 2012 um 14:06 Uhr
r8v8
schlage vor, dass du hier das video des französischen quattro rs3 driver versus m3 gts veröffentlichst. tolles video. ist jetzt auch auf dem offiziellen facebook-audi kanal zu sehen, aber trotzdem. l. gr.
Danke. Sehr interessant.
17 Freitag, den 19. Oktober 2012 um 16:43 Uhr
cer (Autoauge)
Ich finde es witzig, wie sich in den drei Blogs, von der Aufmachung über die Sprache bis hin zur Herangehensweise die drei Marklenphilosophien widerspiegeln.

Konkurrenten kritisch betrachten oder ignorieren, eigene Schwächen zugeben oder mit einer wütenden Handbewegung wegwischen, Stärken einfach betonen oder als "Benchmark" aufplustern – jeder hat da so seine passende Art und Weise.

Schön ist, dass man, wenn man alle drei "Tests" liest erkennen kann, dass jedes der Systeme seinen Nutzer "glücklich" machen kann.
Als Audianer muss man neidlos zugeben dass das BMW-System in diesem vergleich technisch überlegen ist und durch das Assistenten-Konzept in einer Weise ergänzt wird, die jede Diskussion überflüssig macht. Als Aplus Kunde hat man zwar ähnliche Features zur Verfügung, aber die Integration ist natürlich schon was besonders Feines. Allerdings glaube ich, dass es hier weniger um eine Frage des Vorsprungs geht, als um eine unternehmerische Entscheidung, ich sag mal, dem Kunden "nicht zu sehr auf die Pelle zu rücken" (was ja auch einiges an Ressourcen kostet).

Die Gesamtmischung im Audi erscheint mir insgesamt am harmonischsten, das ist ein total subjektiver Eindruck, aber es ist halt so. Es gibt da eine bestimmte Art von Feinabstimmung (die mit durchaus unbefriedigenden Teillösungen koexistiert – siehe HUD), auf die ich nicht mehr verzichten möchte, die aber offenbar gar nicht von allen wahrgenommen wird (was Nichts böses heißen soll, sondern im Pluralismus des Marktes völlig ok ist).

Wenn der Benz-Blogger schreibt, die Menüdarstellung im Audi wäre "fancy", dann wird einem erst mal klar, was man als Freund der Marke für Standards hat: Mir fällt da nichts besonderes auf, außer vielleicht, dass ich die Grafik des Benz ultrakrätzig finde…

Was die hier so arg aktiven BMW-Freude manchmal so unsympathisch wirken lässt, das ist dieser nervensägende vergleichende Absolutheitsanspruch (den BMW selbst nicht mal so kommuniziert). Zu Audi passt eher ein lässiges Ignorieren der Mitbewerber, und das ist ein weiterer Grund, warum mir die Ingolstädter lieber sind.

Zumal er og. Anspruch einer Überprüfung in der Realität sowieso nicht Stand hält: Ich sehe da z.B. oberhalb des Displays im BMW eine Naht, die so wackelig ist, dass sie in einem A8 keine Chance hätte – das ist also das Feinste, das der Markt zu bieten hat? Man muss diesen Detail-Fetischismus nicht betreiben, diese Naht macht das Fahren nicht besser oder schlechter. Aber man muss auch nicht so tun, als würde sich die Welt um BMW drehen. Alle können immer noch ein bisschen was dazu lernen.

Im Übrigen wäre natürlich interessant, wie sich das neue System im A3 schlägt, auch im Vergleich mit dem, was Mercedes für die A-Klasse vorbereitet…
@Horcher
16 Freitag, den 19. Oktober 2012 um 12:48 Uhr
Basti
Gern geschehen. Das mit dem Respekt stimmt. Egal wie manche es drehen und wenden wollen. Als BMW Fan find ich es gut, dass kopiert wird. Nur so kann vermieden werden, dass sich die Herrschaften bei den Automobilherstellern ausruhen .

Bsp gefällig?:

Der E60 war zur Markteinführung was den Innenraum anging sehr bescheiden, alleine der Übergang in der Mittelkonsole (unterschiedliche Kunststoffe) war erschreckend, der IDrive Controller (ohne Tasten) schwierig zu bedienen, die Tür mit dem geschwungenne Griff (Fensterheberschalter) sah schrecklich aus. Dafür war die zweite Cockpithutze mit Navi elegant gelöst. Audi machte es zu dieser Zeit mit dem C6 besser, von außen (ohne Sline und MPaket) sah er besser aus als der BMW. Der Innenraum wirkte auch einen ticken besser, was die Qualität und Verarbeitung anging. Hier störte allein nur der kleine Navi-Monitor. Aufgrund dieser Konkurrenzsituation war BMW gezwungen das Facelift deutlich zu verbessern. Die Verkleidung der Türen wurde verändert, der IDrive Controller bekam Tasten spendiert und so weiter.

Beim F10 haben sie es von Anfang an, besser gemacht. Aber nur weil Sie gezwungen sind es besser zu machen, da zwei andere "Premiummarken" auch versuchen was vom Kuchen abzubekommen. Im Facelift bekommen auch endlich die 5er Fahrer LED Scheinwerfer und so weiter.

Gruß
Basti
15 Freitag, den 19. Oktober 2012 um 09:09 Uhr
Horcher
Hallo Basti,

danke für den Hinweis auf das Pamphlet. Habe ich auch inzwischen in einem anderen Thread gefunden. Interessant, zeigt aber auch wieder, wie innovativ Audi ist. Wie tiefgehend sich Fans doch damit beschäftigen...Hut ab ;-)

Ich wollte die doch recht einseitige Darstellung von Paul, die ich beim Durchgang des Blogs feststellen konnte, konterkarieren. Ich finde, wir sollten den deutschen Herstellern insgesamt Respekt zollen.

Dann aber jetzt für Paul: Audi führte die Linkslenkung ein..Audi hatte es BMW brachte es...und naja wie man sieht, ja wohl alle. AUGENZWINKER!!!!!!!!!

Horcher
@Horcher
14 Freitag, den 19. Oktober 2012 um 08:25 Uhr
Basti
Hallo,

wenn ich nach dieser Darstellung (http://totalcar.hu/documents/totalcar/kozelet/Audi_Gegendarstellung_zum_BMW_Newsletter.pdf) gehen würde haben Sie recht was Ihre Aussage betrifft. Was Sie aber vergessen zu erwähnen ist, dass BMW mit BMW Assist diese zu Audi Telematic ähnlichen Funktionen bereits 1999 hatte siehe hier: (http://www.verbrauchernews.de/verkehr/unfall/0000001113.html). ConnectedDrive geht so gesehen schon einen Schritt weiter.

Gruß
Toll
13 Freitag, den 19. Oktober 2012 um 07:41 Uhr
captainbmw
Als täglicher Leser von Bimmertoday finde ich es zunächst einmal absolut großartig, dass ihr drei euch zu so einem Treffen verabredet habt.
Habe jetzt auf allen drei Seiten die jeweiligen Berichte gelesen und muss feststellen, dass hier nicht gerade der neutralste steht. ;-)
Sei es drum - bin immer noch von dieser Idee begeistert. Wenn möglich, solltet ihr das viel öfter machen!
Großes Lob!
@Paul
12 Freitag, den 19. Oktober 2012 um 06:51 Uhr
Horcher
Hallo Paul,


Sie sollten sich besser informieren (falls es Sie überhaupt interessiert), bevor Sie Kommentare abgeben, bei denen gilt: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold! Sie glänzen nicht mir Fachwissen, sorry.
Denn Audi führte bereits im Jahre 2000 die Audi Telematics ein! Ich wiederhole: Im Jahre 2000! BMW mit ConnectedDrive im Jahre 2005.

Ein interessanter Link für Sie:
Audi Receives 2012 Telematics Update Award for ... - Audi USA News
unter: : www.audiusanews.com/newsrelease.do?id=2944&mid=1

Horcher
Teure Limousinen/Kombis
11 Mittwoch, den 17. Oktober 2012 um 23:54 Uhr
Reinhold II
Ich möchte fahren: Eigenverantwortlich und nach den Gesetzen der Physik. Meine größte Freude: Kurvige Landstraßen und freie Autobahnen ohne pauschales Tempolimit. Für aufwendige Info-Systeme habe ich keine Zeit und möchte kein Geld ausgeben. AUDI-Sound-System reicht mir vollkommen. Die Aufpreislisten werden immer länger. Braucht man dies alles? » Landstraßen bei Sonnenschein entlang gleiten und/oder Sonntag früh mal auf der Autobahn mit 250 oder 280 km/h fahren, dies ist Freiheit/Selbstbestimmung.
Immer das selbe
10 Mittwoch, den 17. Oktober 2012 um 20:18 Uhr
Marc
Mein Gott Leute,

Ich bin auch eher ein Fan von Audi, aber nur weil ich mit der Marke aufgewachsen bin.

Heißt doch nicht dass jetzt wieder jeder "Fan" seine Marke verteidigen muss.

Ich fands interessant mit den BMW und die Funktionen im Internet etc.

Ich nenn mal meine persönliche Rangfolge nach Kategorien...

Design:
1. A6
2. 7er
3. CLS

Infotainment:
1. 7er
2. A6
3. CLS

Am Ende entscheidet eh der Geschmack und man gibt sich mit das zufrieden was man gekauft hat...

Ich werde bevorzugt immer Audi fahren, aber NUR weil das Design am besten ist und weil ich mit dieser Marke aufgewachsen bin.

Heißt aber nicht dass ich nie Nein zu BMW oder Benz sagen würde...

P.S Es gibt kein perfektes Auto und letzendlich soll es ein nur von A nach B bringen.
@Felix
9 Mittwoch, den 17. Oktober 2012 um 19:06 Uhr
Basti
Gespart wird und muss bei allen Automobilherstellern. Bezüglich der unlackierten Teile, haben Sie schon mal daran gedacht, dass es Gewicht spart, gut für die Umwelt ist und die meißten Leute das einfach nicht interessiert. Die meißte Zeit sitzen diejenigen doch im Innenraum und hier muss doch alles qualitativ passen. Bezüglich Filz: Wie ist denn der Audi ausgekleidet?
@Calvin; @Felix
8 Mittwoch, den 17. Oktober 2012 um 18:46 Uhr
Basti
Genau das Plastikdings hab ich gemeint. Nachdem ich mir alle drei Texte durchgelesen habe muss ich Ihnen auch hier zustimmen. Der Text auf dieser Seite ist nicht wirklich sehr Objektiv geschrieben und wirkt nur so von Lobhudelei bezüglich Audi: ein wirklicher Vorsprung; spielt Audi den Streber; großartiges Bild; wirklich großartig; wirklich perfekt zu bedienenden System; deutlich hochwertiger gestaltet;

Wieso Audifeindlich? Calvin ist doch nur bemüht mit seiner Aussage über das Armaturenbrett die Aussage: "allerdings kommt der 7er in Sachen Materialanmutung und Detailverliebtheit hier noch nicht an Audi heran" zu relativieren.

Das besprochene Beispiel bezüglich HUD ist doch nur eines von vielen, wo die "Detailverliebtheit" von Audi leider nachgelassen hat. Im weiteren so schön der Mitteltunnel vom Audi auch ist, der Monitor sieht einfach nur Billig aus, vorallem mit den schwarz lackierten Rahmen um den Bildschirm herum.

Auch das Fazit kann man so nicht stehen lassen. Aufgrund der wenigen Funktionen die das Command von Mercedes bietet ist dieses doch das am einfachsten zu bedienende. Auch verstehe ich nicht wieso der Audi sich den ersten Platz mit BMW geteilt hätte, wenn die Sprachsteuerung funktioniert hätte? Bezüglich Infotainment bietet der BMW mit den Online-Funktionen einen Mehrwert gegenüber den beiden anderen und um das Infotainment geht es doch bei diesem Vergleich.
Vergleich 7er A6 CLS
7 Mittwoch, den 17. Oktober 2012 um 18:20 Uhr
Felix
Warum sind auf einer Audi-Blog-Seite eigentlich nur audifeindliche Kommentare zu finden? Schon ein wenig komisch....

Allerdings muss ich zustimmen, dass das HUD beim A6 wirklich ziemlich unglücklich geraten ist, vom optischen Standpunkt her!

@Calvin
Der 7er ist aber mit Sicherheit nicht das Feinste, was es auf dem Markt gibt, in Sachen Materialqualität und Verarbeitung (im Vergleich mit A8 und S-Klasse). Ein mit Leder beschlagenes A-brett gehört in diesem Segment zum guten Ton und ist beileibe nix besonderes. Ein A8 ist trotzdem nach wie vor noch einen kleinen Zacken wertiger und besser verarbeitet. Vor allem ist es unverständlich, wie ein so teures Auto wie der 7er immer noch unlackierte Innenseiten von Motorhauben und Kofferraumdeckeln bietet und eben selbigen nur mit so einem billigen Nadelfilz auskleidet....Also fein ist anders.....Auch mal nicht durch die Audi- oder Mercedes-Brille gesehen.
@Basti
6 Mittwoch, den 17. Oktober 2012 um 15:25 Uhr
Calvin
Sorry, hatt Deinen Text falsch interpretiert.
Ich dachte Du meinst, daß oben ein aktives HUD abgebildet ist.

Du meinst wahrscheinlich das Plastikzeugs, was da auf dem Armaturenbrett liegt? :-)
@Basti
5 Mittwoch, den 17. Oktober 2012 um 15:22 Uhr
Calvin
1. Ist oben gar kein HUD von Audi abgebildet.
2. Wenn Du die Monitore meinst, was ist an der Darstellung ( Auflösung etc.) anderes als bei BMW, außer das bei Audi ein Audi zu sehen ist?
zum Thema
4 Mittwoch, den 17. Oktober 2012 um 15:00 Uhr
Paul
Buzzriders.com schreibt:

Klare Pluspunkte hat sich BMW verdient. Die im Wagen verbaute SIM-Karteneinheit (die drei Jahre zunächst umsonst ist, dann 250 Euro pro Jahr kostet) ermöglicht Lösungen auf Höhe der Zeit. Remote-Services ist das Zauberwort. Der Fahrer kann sich mittels einer iPhone App mit dem Wagen verbinden und praktische (zunächst verspielt anmutende) Funktionen ansprechen. Schon mal auf dem Parkpklatz von Ikea Dein Auto gesucht? Lass es doch hupen (Licht und Schall:). Oder Schlüssel im Auto vergessen und die Tür ist zu, während Du mitten in der Pampa stehst? Kein Thema. App aufrufen, nach Eingabe eines Pin-Codes die Türen wieder öffnen lassen. Oder die Zentrale anrufen und diese die Tür öffnen lassen. Wie, Deine vielen Systeme haben zuviel Batterie gesogen? Dann ruft Dich eine freundliche Stimme an, die Dich – wenn Du das vorher vereinbart hast – darauf hinweist, dass Du Deine Batterie wieder aufladen solltest (Wagen im Stand laufen lassen). Und schon kannst Du im Winter von zu Hause aus schon mal die Sitzheizung anwerfen. Ja, in der Tat kann BMW für Dich Deine Systeme checken und überwachen. Das ist für mich ein klarer Weg nach vorne mit Vorteilen für den Fahrer.

Wenn man sich mit BMW nicht wirklich beschaftigt, dann kommen schnell Kommentare wie: Audi Vorsprung durch Technik.
BMW schreit seinen Technologievorsprung eben nicht so primitiv raus.
Vom Motor ganz zu schweigen!
@Calvin
3 Mittwoch, den 17. Oktober 2012 um 14:43 Uhr
Basti
Detailverliebtheit: Bei Audi sieht man diese auf dem obigeren Bild mit dem HUD ;-) Hehe
wie immer
2 Mittwoch, den 17. Oktober 2012 um 14:12 Uhr
Paul
es ist wie fast immer: ...schließlich bringt Audi mit „connect“ ein ähnliches System wie BMW...
die betonung liegt auf bringt - BMW hat!
......
1 Mittwoch, den 17. Oktober 2012 um 10:18 Uhr
Calvin
"Im Cockpit hat BMW zum Glück Abschied genommen vom unansehnlichen Bangle´schen „Schrankwand-und-XXL-Hutzen-Design“. Alles wirkt jetzt viel gradliniger und cleaner – allerdings kommt der 7er in Sachen Materialanmutung und Detailverliebtheit hier noch nicht an Audi heran."

So einen Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Der 7er ist das feinste, was es derzeit auf dem Markt gibt. (nur RR oder Bentley können noch besser) Zudem war das Armaturenbrett mit Leder beschlagen. ;-)

Etwas mehr Sachlickeit wäre besser, als stumpsinnige Audipressetexte.

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